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"Wieviel Hunder'l sollen es denn sein?"

July 25, 2017

Heute gibt es mal einen ganz persönlichen Blog-Eintrag, sozusagen mich betreffend. Und Shilo selbstverständlich. Diejenigen, die mich persönlich kennen, sind bereits im Bilde: Spätestens jedes halbe Jahr stelle ich mir dieselbe Frage: Soll ich unseren Haushalt um einen weiteren Schäferhund erweitern? Ganz Feuer und Flamme bin ich immer wieder von dieser Idee und male mir das Zusammenleben mit einem weiteren Fellfreund in den schönsten Farben aus. Shilo ist mit seinen nunmehr 4,5 Jahren und seinem intakten, unkastrierten Status ein durchaus überdurchschnittlich verträglicher Typ, der auch in seinem Haushalt hier daheim jederhund und -hündin freudigst begrüßt, hereinlässt und auch Spielzeug und sogar Napf mit ihm teilt. Wenn mir ein anderer Artgenosse "den Hof macht“, zieht er sich zurück, überlässt dem anderen Vierbeiner das Feld und beobachtet nicht uninteressiert das Geschehen aus kurzer Distanz. Auf den Spaziergängen mit anderen hält er sich ebenfalls zurück, geht hier und da seinen ureigenen Interessen nach, bleibt ein Stück weit im Hintergrund. Und das, was ja eigentlich wünschenswert ist, lässt immer wieder die Frage in mir aufkommen: Brauche ich eigentlich einen zweiten Hund? Möchte ich die Verbindung zwischen mir und Shilo insofern verändern, indem wir ein weiteres Teammitglied aufnehmen? Macht uns das stärker oder gar besser? Eigentlich nicht...

 

Aus Trainersicht ringe ich immer wieder mal mit dem Umstand, dass Shilo wie jeder andere Hund auch älter wird und er derzeit mein einziger vierbeiniger Trainingspartner ist, den ich einsetzen kann in Gruppentrainings aber ebenso auch in Angelegenheiten des Einzeltrainings, zum Beispiel bei Leinenpöblern, Angsthunden, und bei der generellen der Einschätzung von Hunden. Ich will meinen Trainingspartner in diesen Einsätzen auch nicht "verbrennen", unter Trainern ist dies ein beliebtes Diskussionsthema. Und ja – es wäre schon schön, wenn Shilo sich diese Aufgaben mit einem weiteren Teammitglied zukünftig teilen könnte. Ebenfalls zu befürworten wäre ein weiteres Teammitglied auch aus dem Grund, dass ich Kunden eines Mehrhundehaushalts zumindest gefühlt noch besser betreuen könnte, wenn ich denn nun selbst einen hätte. Und ganz schwer in diese noch zu treffende Entscheidung spielt ebenso mein menschliches Ego: Ist ganz tief wie sicherlich jeder Hundehalter von der Angst geplagt, wie ich nur damit umgehen soll, wenn der geliebte Vierbeiner irgendwann nicht mehr da ist. Also ein zweiter Hund sozusagen als emotionale Absicherung. Und dann schaue ich Shilo an und sage: „Mein Freund, du musst 100 Jahre alt werden!“.

 

Alles in allem bin ich noch immer nicht so weit, die Frage endgültig zu klären. Aus verhaltensbiologischer Sicht wäre es jetzt eine gute Zeit (etwas früher wäre auch schon gut gewesen, aber was sage ich, es ist ja jedes halbe Jahr dasselbe mit mir!). Der zweite Hund seiner Rasse und Größe braucht schließlich auch 3 Jahre bis zu seiner geistigen Reife, dann wäre Shilo nach heutigem Stand noch keine 8 Jahre alt und der Übergang das Zepter in die neuen Pfoten zu legen, wäre also fließend.

 

So wie ich mich kenne, denke ich zumindest noch mal ein halbes Jahr darüber nach … irgendwann werde ich die Lage für mich geklärt haben.

 

Grübelnde Grüße,

Tina

 

Anmerkung Shilo: Wuff, ihr Lieben! Was soll ich sagen? Seit ca. letztem Oktober ist die kleine Falfi jetzt dauerhaft bei uns. Eine Verwandte von mir sozusagen. Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis sie auch mein Herz erobert hat, aber gemocht habe ich den kleinen Quälgeist ja von Anfang an!

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"Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.

Ziehen Sie statt dessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden."

(Edward Hoagland)

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